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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Wirtschaftskraft Alter

geschrieben am 1. April 2008

Wirtschaftskraft Alter von Dagmar Wöhrl

Deutschland wird älter. Der demografische Wandel verändert unser Land – und das sollte nicht nur in schwarzen Farben betrachtet werden. In Deutschland haben wir ein zu negatives Bild des Alterns. Man denke nur an die Diskussionen um die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Hingegen muss auch deutlich gezeigt werden, dass Alter Aktivität bedeutet. Alt werden bei guter Gesundheit ist nicht nur für den einzelnen Menschen ein Gewinn; auch Gesellschaft und Wirtscha ft profitieren, wenn sie in wachsendem Maße auf die Potenziale älterer Menschen zurückgreifen.

Ältere Menschen sind nicht nur eine große produktive Kraft, die in den Unternehmen stärker eingebunden werden muss. Sie sind auch eine enorme konsumtive Kraft. Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung hat gezeigt: Aufgrund des demografischen
Wandels werden im Jahr 2035 die über 50-Jährigen 58% der gesamten Konsumausgaben tätigen und innerhalb dieser Gruppe haben die über 65-Jährigen ein besonders hohe Wachstumspotenzial. Ältere Menschen sind die Zielgruppe der Zukunft. Im demografischen Wandel liegen große Chancen. Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen stellen international eine hochdynamische Wachstumsbranche dar. Da Deutschlands Bevölkerung schneller altert als andere, können wir den Zeitvorsprung zu einem Erfahrungsvorsprung ausbauen. Denn die Volkswirtschaften, die sich rechtzeitig auf die Marktveränderungen durch den demografischen Wandel einstellen, werden weltweit einen Wettbewerbsvorteil erlangen.
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