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Dagmar Wöhrl

MdB, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Dagmar Wöhrl trifft Ministerpräsident Tillich. Dagmar Wöhrl - 26. August 2010.

Artikel Archiv

Die Zukunft bilden. Aufstieg durch Bildung,

geschrieben am 10. März 2008

Die Zukunft bilden. von Dagmar Wöhrl

Aufstieg durch Bildung. Im Januar 2008 ist die gleichlautende Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung gestartet, mit dem Ziel Aus- und Weiterbildung in Deutschland zu verbessern – von der Förderung von Kleinkindern bis zur Weiterqualifizierung älterer Erwerbstätiger. Eine ehrgeizige Initiative, denn klar ist: hier ist eine koordinierte Aktion aller Beteiligten nötig. Und die ist dringend. So ergab z. B. eine aktuelle Studie des BMWi einen Wertschöpfungsverlust aufgrund nicht besetzbarer Stellen beruflich Hochqualifizierter in Deutschland von 18,5 Mrd. Euro (= 0,8% des BIP in 2006)!

Die sinnvollste Investition zur Lösung solcher Probleme ist die in den Nachwuchs. Im Bereich der Technik beispielsweise, wo der Fachkräftemangel besonders stark ist, liegt gerade bei jungen Frauen noch großes Potential brach. Das habe ich selbst immer beim Girls-Day gemerkt: Die Mädchen waren im Betrieb fast noch begeisterter von der Technik als die Jungs. Ein Anteil von nur zehn Prozent Frauen in Ingenieurberufen in Deutschland ist fast schon beschämend. Die Bundesregierung plant daher einen nationalen Pakt zur Gewinnung von mehr Frauen für Hightech-Berufe. Ziel ist eine Verbesserung des Images von Hightech-Berufen als auch die gezielte Förderung von jungen Frauen.
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Moderne Instrumente der Mittelstandsförderung

geschrieben am 1. März 2008

Förderung des innovativen Mittelstands als Steuerungsaufgabe” von Dagmar Wöhrl

Mittelständische Unternehmen sind selten auf den Titelseiten von Zeitungen zu finden. Wahrscheinlich deswegen, weil es medienwirksamer ist, Arbeitsplätze abzubauen als neue zu schaffen. Doch wenn ich eine Schlagzeile auf der ersten Seite zu vergeben hätte, würde sie lauten: Jobmotor Mittelstand. Denn in unseren kleinen und mittleren Unternehmen sind rund 70 % aller Beschäftigten tätig. Und 2006 hat der Mittelstand allein ca. 350.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Dieser Erfolg beruht in erster Linie auf unternehmerischem Handeln und auf leistungsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Er beruht aber auch auf modernen Steuerungsinstrumenten, mit denen insbesondere das BMWi den Mittelstand fördert. Moderne Steuerungsinstrumente funktionieren mittels ökonomischer Anreize und Informationen. Zudem setzen sie den strukturellen Rahmen, innerhalb dem gehandelt wird. Beispielhaft für diesen Ansatz ist die Förderung des innovativen Mittelstandes im High-Tech-Bereich, für den ich als Technologiebeauftragte im BMWi zuständig bin.

Die ökonomischen Anreize setzen wir zum Beispiel mit der Erhöhung der Mittelausstattung für unsere mittelstandsorientierte technologieoffene Förderprogramme. Hierfür steigen die Mittel jährlich um 10 %, während die gesamten FuE-Ausgaben des Bundes nur mit rund 6% p. a. wachsen. Das BMWi vergibt dabei unter anderem Zuschüsse an kleine und mittlere Unternehmen, wenn sie zusammen mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen.

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